Samstag, 3. Dezember 2016

Loch 19 oder die Suche nach dem Hummer

Ristorante Bucadiciannove im Golf Club Patriziale, Ascona
Tel. 091 791 21 59
mittags ist die Küche täglich bis 15.30 Uhr geöffnet
im Dezember auch donnerstags und freitags am Abend geöffnet, Spezialität im Dezember: Käse-Fondue

Heute durfte ich über den roten Teppich schreiten:


Das ist der weihnachtlich dekorierte Eingang zum Golfclub Patriziale in Ascona und führt auch zum 19. Loch, d.h. gleich rechts geht es zum Eingang des Ristorante Bucadiciannove. 

Übrigens - wie die meisten Restaurants in den Golfclubs steht auch das Ristorante Bucadiciannove externen Gästen gerne offen - ihr müsst nicht unbedingt Mitglied im Golfclub sein!

So, nachdem wir das nun geklärt haben, betreten wir das lichtdurchflutete, modern gestaltete Ristorante mit Blick auf Green und Fairway.


Wir vertiefen uns in die Speisekarte, die unter den Vorspeisen verschiedene Salate (u.a. auch den Klassiker Insalata Cesare), Roastbeef mit Salsa Tartare, Tartare di Manzo (Rinder-Tatar), Flammkuchen oder Toast anbietet.

Weiter geht es mit Pasta - Spaghetti oder Penne mit Tomatensauce, Pesto Genovese, Arabiata, Carbonara oder als Aglio, Olio e Peperoncino für den Signore


Für mich gibt es hausgemachte Linguine mit Hummer und frischen Tomaten


Perfekt al dente gegarte Linguine, eine köstlich abgeschmeckte Sauce, dazu Tomatenwürfel - die man hier auf dem Foto deutlich erkennen kann. Dazu sieht man auch ein etwas grösseres Hummerstückchen (auf dem Foto unten halb rechts) und zwei Mini-Hummerstückchen (oben und halb-links auf dem Foto). Der Hummer ist bekanntlich ein scheues Tier - er hat sich sicherlich unter den Linguine verborgen. Ich begebe mich auf die Suche - und entdecke weitere Tomatenwürfel... leider kein weiteres Hummerstück in Sicht. 

Damit wir uns nicht falsch verstehen - ich habe dieses Pasta-Gericht sehr genossen und würde es auch immer wieder bestellen, doch könnte ich beim nächsten Mal bitte ein klitzekleines Hummerstückchen mehr bekommen?

Der Service war im übrigen ausgesprochen freundlich, aufmerksam und zuvorkommend. Ich habe mich auch beim Leiter des Service nach dem Verbleib des Hummers erkundigt. Seine Reaktion erfolgte souverän und angemessen, denn Espresso und der ausgesprochen köstliche Grappa Castello di Morcote gingen aufs Haus (es wäre auch unpassend gewesen, wenn er mir dazu ein Hummerstückchen serviert hätte, viel besser hat dem Signore das dazu gereichte Gebäck geschmeckt.

Getrunken haben wir einen Weisswein aus dem Piemont, den wir schon seit vielen Jahren kennen und lieben: Arneis Blangé Langhe D.O.C. 2015. Ein angenehm fruchtiger Weisswein mit wenig Säure, bei dem der Signore und ich uns endlich auch mal wieder in Bezug auf unseren Weingeschmackgeschmack einig sind. Mittlerweile ist das Weingut biozertifiziert, ein weiterer Grund, meine Liebe zum Weingut Ceretto Vini in Alba weiter wachsen zu pflegen.

Fazit: Der freundlich kompetente Service und die Küche haben uns überzeugt, wir kommen gerne wieder!




Freitag, 2. Dezember 2016

Ristorante Pizzeria Piazza oder die unwiderstehliche Pizza

Ristorante Pizzeria La Piazza di Davide Modesti, Piazza Concordia, Verscio
Tel. 091 753 18 36

Auch wenn der berühmte Clown Dimitri leider nicht mehr lebt, ist für uns Verscio noch immer untrennbar mit seinem Namen verbunden. Letztes Jahr hatten wir das modern eingerichtete, von Davide geführte Ristorante an dem kleinen Dorfplatz in Verscio entdeckt (klick hier für meinen Bericht). Seitdem sind wir schon einige Male dort eingekehrt, meistens dann, wenn es uns nach Pizza gelüstete, denn diese schmeckt hier immer wieder unwiderstehlich gut. 

Als Vorspeise nehme ich den Salat von frischen Artischocken und Parmesanspänen


und anschliessend die hier einfach göttlich schmeckende Pizza mit Thunfisch, Kapern und Zwiebeln


Für den Signore gibt es die gleiche, allerdings ohne Tomatensauce, d.h. als Pizza Bianca zubereitet.

Dazu das wunderbare, wirklich ziemlich scharfe Olio piccante:



Die über 30 Pizza-Varianten kann man auch gerne in der kleineren Ausführung bestellen - das habe ich diesmal vergessen - und prompt diesen Karton mit unseren Resten mit nach Hause bekommen ;-


Zum Abschluss gibt es noch einen Espresso, dazu den von Davide selbst hergestellten Grappa, den er im Barrique-Fass reifen lässt


Wie immer nehme ich mir vor, beim nächsten Besuch endlich mal die Spezialität des Ristorante, fritto misto di mare, zu bestellen. Ob es mir gelingt oder ob ich doch wieder bei der unwiderstehlichen Pizza lande?

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Ristorante Tamaro oder Traditionen wollen gepflegt werden

Ristorante Pizzeria Tamaro, Via Mappo 32, 6598 Tenero
Tel. +41 (0)91 745 6626
montags und dienstags geschlossen, geöffnet bis 25. Dezember 2016, Wiedereröffnung 11. März 2017

Nun ist bekannt, dass das echte Schweizer Cordon Bleu eines der Lieblingsessen des Signore ist. Eine wunderschöne Anreise-Tradition ist es, direkt am Tag unserer Ankunft im Tessin eines der von uns bevorzugten Ristoranti oder Grotti aufzusuchen, um dort des Objekt der Begierde zu geniessen.

Mittlerweile hat auch hier im Tessin die Wintersaison begonnen. Das Wetter ist traumhaft schön, die Sonne scheint, der Blick auf den Lago ist wunderschön. Doch was nützt es, wenn der Signore traurig ist, weil er nicht weiss, wie er seine liebgewonnene Gewohnheit bei der Anreise pflegen kann. Ich durchforste meinen Blog - wo überall haben wir bisher Cordon Bleu gegessen - UND vor allem auch gemocht?

Alle einschlägig bekannten Adressen haben entweder Winterpause oder sind komplett geschlossen. Wie z.B. auch das Canvetto Ticinese in Brissago. 
Vor allem dieses Ristorante, das wir erst letztes Jahr entdeckt hatten, vermissen wir sehr. Glücklicherweise habe ich treue Leser, die mich auf dem laufenden halten. Mille grazie, cara Gabriella!

Dank Gabriellas Hinweis haben wir die Familie Favero wieder entdeckt. Sie bewirtet ihre Gäste seit dieser Saison im Campeggio Tamaro in Tenero. Ein Camping-Platz? Ein Restaurant auf dem Camping-Platz? Wir haben lange gezögert, bevor wir uns auf den Weg dorthin gemacht haben. Doch es hat sich gelohnt! Warum auch sollte Signore Favero das Kochen verlernt haben, nur weil er plötzlich in einer anderen Küche, die zufällig auf einem Campingplatz liegt, kocht? Wir haben alle Bedenken und Vorurteile über Bord geworfen - glücklicherweise!!!

Doch urteilt selbst, schaut das hier nach Camping-Platz aus?




Beim Reservieren einfach daran denken, im hinteren Teil des Restaurants um einen Tisch zu bitten. Doch spätestens durch den warmherzigen Service von Signora Favero tritt sowieso der Wohlfühlfaktor ein. 

Es gibt, vor allem jetzt ausserhalb der Camping-Saison, die von uns so geschätzten Klassiker wie die hausgemachte Pasta, die wunderbaren Fischgerichte - und dann halt DEN Klassiker: Il tradizionale Cordon Bleu.

Ein Anruf bei Signor Favero genügt: Ja, es ist heute geöffnet, und ja, es gibt DAS Cordon Bleu. 

Davor gibt es unsere "Cordon-Bleu-Standard-Vorspeise":
Insalata di Formentino Mimosa



und dann kommt es: il famoso tradizionale Cordon Bleu:


Schaut es nicht anbeissungswürdig aus? Um den Signore vollends glücklich zu machen, werden ihm noch knusprige Pommes Frites dazu serviert. Ich bin vollends zufrieden mit der wunderbar zubereiteten Gemüseauswahl: Fenchel, Broccoli, Romanesco, Karotten, Paprika, Zuckerschoten, perfekt gegart, wunderbar gewürzt - mich kann man mit schön zubereiteten, frischen Gemüsebeilagen immer begeistern.

Für den Signore wäre dann noch die grosse Dessert-Verführung: Creme Catalana, Panna Cotta, Semifreddo al Nocino, Cestino di meringa con gelato e vermicelles oder die hausgemachten Sorbets? Doch heute passt nur mal wieder Espresso und wir nehmen uns für das nächste Mal vor, das Sorbetto all'uva di Grappa zu geniessen. Denn soviel steht jetzt schon fest:

wir müssen da ganz bald wieder hin!




Donnerstag, 15. September 2016

Involtini di melanzane e pesce spada - Auberginenröllchen mit Schwertfisch

Auberginenröllchen mit Schwertfisch sind ein wundervoll leichtes Sommergericht. Ich habe sie in einem meiner italienischen Kochbücher mit dem bezeichnenden Titel "Ein italienischer Sommer" entdeckt - das sagt doch schon alles, oder?




Ausnahmsweise habe ich nicht kaum an dem Rezept herumgebastelt, sondern mich ziemlich an das Original-Rezept gehalten. Lediglich die Auberginen schienen mir mit der angegebenen Bratzeit von 2 Minuten pro Seite doch etwas zu al dente, da habe ich glatt die doppelte Zeit benötigt, d.h. 4 Minuten pro Seite brauchen sie schon. Wichtig ist, dass man eine gute Grill-Pfanne verwendet, dann benötigt man auch weniger Öl. Die Auberginen, die sich ansonsten nur zu gerne mit Fett vollsaugen, sind auch mit ein paar Schluck zufrieden, Voraussetzung ist, dass sie mit Salz bestreut ca. 30 min ruhen, dann die sich bildende Flüssigkeit abgetupft wird und anschliessend bei kräftiger Hitze goldbraun gebraten werden.



ich nehme (für 4 Personen als Antipasti, für 2 Personen ein leichtes Abendgericht):

1 EL Rosinen
3 EL Marsala
1 - 2 grosse, möglichst längliche Auberginen
Salz
1/2 angespritzte Zitrone, Saft und Schale
ca. 50 g Pecorino (moi: Parmesan), fein gerieben
4 EL Olivenöl
200 g Schwertfisch (in dünne Scheiben geschnitten)
frisch gemahlener Pfeffer
2 EL Pinienkerne (in der fettfreien Pfanne leicht anrösten bis sie zu duften beginnen)
4 EL Ricotta
2 EL Semmelbrösel
1 - 2 EL gehackte glatte Petersilie

und los gehts:

Die Rosinen in Marsala einweichen und zur Seite stellen.

Auberginen waschen und längs in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden (geht am besten mit der Aufschnittmaschine). Von beiden Seiten salzen und in einer Schüssel für ca. 30 min zur Seite stellen. Danach mit einem Küchentuch gründlich trocken tupfen.

Eine grosse Grill-Pfanne erhitzen, nach und nach mit wenig Olivenöl auspinseln und die Auberginenscheiben von jeder Seite ca. 4 min grillen bis sie ziemlich weich sind, aber aufpassen, matschig sollten sie auch nicht werden. Auf ein Küchentuch zum entfetten legen und auf jede Scheibe etwas Schwertfisch verteilen, leicht salzen und pfeffern.

Die Rosinen aus dem Marsala nehmen und abtropfen lassen. Mit Ricotta, Pinienkernen, Zitronensaft und -schale, Pecorino und Semmelbröseln mischen und gleichmässig als Füllung auf Fisch und Auberginenscheiben verteilen, diese dann von der Schmalseite her aufrollen und dicht an dicht in eine Gratinform schichten. Den abgetropften Marsala und ganz wenig trockenen Weisswein in die Gratinform giessen, mit etwas Olivenöl beträufeln und bei ca. 220 Grad im Backofen für ca. 6 - 8 Min. backen. Mit Petersilie bestreuen und heiss servieren.
(Reste haben mir allerdings am nächsten Tag auch noch kalt geschmeckt, ich habe die Röllchen halbiert und auf ein paar Blättchen Ruccola serviert)

Sonntag, 14. August 2016

Knaller-Rezept: Insalata Caprese oder die Neuinterpretation eines Klassikers



Insalata Caprese - neu interpretiert




Jetzt im Sommer findet man die Insalata Caprese auf fast allen Speisekarten in den Restaurants. Meistens in ziemlich mieser Qualität, eiskalte, nach nichts schmeckende Tomaten, gummiartiger Mozzarella, schlechtes Öl, das einzig gute Aroma, das man auf der Zunge schmeckt, kommt vom frischen Basilikum.

Und trotzdem liebe ich diesen Klassiker der italienischen Küche - zu Hause zubereitet! Er ist abends ein leichtes, schnell zubereitetes Gericht und gerade jetzt, wenn die Tomaten reifen und endlich nach Tomaten schmecken, gibt es ihn häufig. Wir teilen uns diesen Teller dann irgendwie auf; der Signore, der ja keine Tomaten mag, isst den Mozzarella und ganz wenige Blättchen Basilikum und ich darf die Tomaten mit gaaanz viel Basilikum essen.

Bei Uschi habe ich eine grandiose Neu-Interpretation dieses italienischen Klassikers entdeckt (hier klick gibt es ihre Variation) und daran ein bisschen verändert; heraus kam dann diese wunderbare Köstlichkeit, die uns alle begeistert hat und die ihr unbedingt probieren müsst. Vielen Dank, liebe Uschi, für diese tolle Idee.



ich nehme (für 4 Personen und 4 Weck-Gläser):

1 kg reife, aromatische Tomaten, gehäutet, entkernt und klein gewürfelt
3 EL Olivenöl
1 kleine Zwiebel, klein gewürfelt
1/2 Chilischote, feinst gewürfelt
1/2 TL Kreuzkümmelsamen, fein gemörsert
1 MSP Curry (Anapurna)
1 - 2 Prisen Zimt
1 EL Akazienhonig
fleur de sel
ein paar Spritzer Zitronensaft
1 EL Balsamico

1 Kugel Burrata (oder Büffelmozzarella)
1 guter Schluck Sahne
Salz, Pepe di Valle Maggia (notfalls anderer frisch gemahlener Pfeffer)
Olivenöl
Basilikumblätter


und los gehts:

Die Zwiebelwürfel im Olivenöl leicht glasig anbraten, Chili, Kreuzkümmel, Curry, Zimt, Salz und Pfeffer dazugeben und anschliessend die Tomatenwürfel. Deckel drauf und leise vor sich hin köcheln lassen. Aber nicht zu einem Sugo verkochen, wir wollen noch ein wenig der ganzen Würfel sehen. Mit Honig, Salz, Zitrone und Balsamico abschmecken. Die Note sollte deutlich süss-sauer schmecken. Zur Seite stellen und abkühlen lassen.

Die Burrata in einen Mixbecher in Stücke zupfen, etwas Sahne dazu, Salz und Pfeffer

Kurz vorm Servieren die lauwarmen Chili-Honig-Tomaten in 4 Weck-Gläser schichten, darüber die Burrata-Creme geben, mit ein paar Spritzern Olivenöl würzen. Darauf kommt dann noch der Pfeffer - grandios!

Sagte ich schon, dass ihr das unbedingt nachkochen müsst? Vielleicht auch mit einem knusprigen Schinken-Segel wie bei der Urheberin dieser Köstlichkeit?

Danke nochmals, liebe Uschi, für diese Inspiration!






Samstag, 13. August 2016

Meine sommerliche Minestrone

Tessiner Minestrone:




Es gibt keine Suppe, die ich lieber mag und häufiger koche als eine Minestrone. Diese Tessiner Spezialität findet sich auf fast jeder Speisekarte der Grotti und einfachen Restaurants. Jeder Koch hat dafür sein eigenes, ganz spezielles Rezept. Das schöne an der Minestrone ist, dass sie so variabel ist, im Frühjahr wird sie mit viel frischen Kräutern und den ersten leichten Frühlingsgemüsen zubereitet, bei mir hat sie dann auch einen leicht bitteren Geschmack durch die Zugabe von Catalogna oder Puntarelle, im Sommer kommen dann viele Tomaten, Paprika, Zucchini und Auberginen hinein, im Herbst füge ich noch etwas Kürbis hinzu und im Winter dann Kohl und Wurzelgemüse. So schlummern hier im Tessin in unserem Tiefkühler immer mindestens vier verschiedene Minestrone-Varianten. 

In die Tessiner Minestrone gehören, anders als in die italienische Version, weder Reis noch Pasta, sondern Kartoffeln und Borlotti-Bohnen. Heute habe ich mal wieder meinen Vorrat aufgestockt und eine sommerliche Variante zubereitet, diesmal ganz leicht, ohne Kartoffeln und ohne Hülsenfrüchte, einfach nur eine Vielzahl von Gemüsen, die ich in der Fattoria Pedroia (klick hier) gekauft habe.

ich nehme (für 4 - 6 Pers.):
  • 1 Zwiebel, geschält, gewürfelt
  • wer hat: Rinde eines Parmesan
  • 1 - 2 EL Olivenöl
  • und nun Gemüse je nach Verfügbarkeit, bei mir waren das:
  • Mangold, geputzt, Stiele klein geschnitten
  • rote Paprika, klein gewürfelt
  • erbette (wie heisst das auf deutsch?) in feine Streifen geschnitten
  • cavolo nero (Schwarzkohl?), Stiele entfernt, Blätter in feine Streifen geschnitten
  • Aubergine, fein gewürfelt
  • Zucchini, mittelgross gewürfelt
  • Tomaten, klein gewürfelt
  • 1 Chilischote, in feine Würfel oder Streifen geschnitten
  • Salz, Pfeffer
  • ein paar Salbeiblätter
  • 2 Zweige Thymian
  • 1 Zweig Rosmarin
  • kurz vor dem Servieren: frisch geriebener Parmesan und viel frisch gehackte Kräuter über die Suppe streuen bzw. darin verrühren
und los gehts:

Einen grossen Topf nehmen. Zwiebel im Olivenöl andünsten. Die Gemüse in der Reihenfolge ihrer Garzeit in den Topf dazu geben, ab diesem Zeitpunkt gehören auch Salbei, Thymian und Rosmarin mit in den Topf, salzen, pfeffern, kurz andünsten und mit Wasser auffüllen, bis alle Gemüse bedeckt sind. Wer hat fügt noch ein Stück Rinde vom Parmesan dazu, das ergibt einen wunderbar würzigen Geschmack.

Mit aufgelegtem Deckel köcheln lassen, bis alle Zutaten gegart sind, ich mag es gerne mit ein wenig Biss, viele Tessiner Rezepte für Minestrone geben allerdings eine Garzeit von über 1 Stunden an, bei dieser Zubereitungsart ist mir das Gemüse zu sehr zerkocht.

Abschmecken und mit frisch geriebenen Parmesan oder Sbrinz servieren.


Freitag, 12. August 2016

Ein herrlicher Platz unter schattigen Bäumen: Grotto Raffael, Losone

Grotto Raffael, Vicolo Canaa 21, 6616 Losone, Telefon: 091 791 15 29
Ruhetag: Montag

Stellt euch vor es ist Sommer und es ist richtig heiss. Und dann findet ihr einen Platz in einem grossen Garten unter grossen Bäumen, die Schatten spenden. Ihr nehmt Platz an einem Tessiner Steintisch und werdet mit einem strahlenden Lächeln und einem kräftigen Händedruck begrüsst.
Genau das ist Ankommen im Grotto Raffael, das nunmehr im dritten Jahr bereits erfolgreich von Guiseppe geführt wird.



Die Speisekarte ist einfach und klein gehalten. Es gibt ein preiswertes Tagesmenu, das heute aus Cicoria-Salat und geschmortem Kaninchen mit Polenta bestand. Cicoria lieben wir, für mich bitte mit Tomaten:



(Memo für den Signore: beim nächsten Mal den Salat nur mit Essig und Öl bestellen)

Für mich heute bitte unbedingt fleischfrei, da bieten sich die wunderbar fluffigen Gnocchi an. Auf der Karte stehen sie mit Butter und Salbei oder mit Tomatensauce. Darf ich beides haben? Ja, ich darf, wobei hier die angenehme Sitte gepflegt wird, dass alles in Schüsseln oder Schalen zum Selberbedienen serviert wird, hier die für 1 Person bestimmten Gnocchi al burro e salvia:



Die extra gewünschte Tomatensauce wird in einer Saucière dazu serviert. Bei mir auf dem Teller schaut dies dann so aus:



Gerhard wählt das gegrillte Kalbsschnitzel mit knusprigen Kartoffelstäbchen:




Für den Signore dann noch Schokoladeneis (GSS: 7,5). Für die Signora Espresso corretto con Grappa - dafür braucht es kein Foto.

Donnerstag, 11. August 2016

Einfache Ferienküche: gegrilltes rib-eye, Zitrone und Valle Maggia Pfeffer, Zucchini

Das ist sommerliche Ferienküche, wie wir sie lieben: Ohne Aufwand, mit guten Grundprodukten, einfach und schnell zubereitet.

Als Vorspeise ein Cicorietta-Salat, hauchfein geschnitten muss er sein, angemacht mit bestem aromatischen Olivenöl und Zitronensaft:



Dann ein rib-eye, zwei Stunden vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen, mit Olivenöl einreiben und Zimmertemperatur annehmen lassen.

In der Zwischenzeit die Zucchini mit jungen Zwiebeln in Olivenöl anbraten, salzen und pfeffern. Ich habe noch etwas fein gehackten Oregano dazu gegeben.

Das Fleisch von beiden Seiten bei höchster Hitze kurz und heftig grillen, dann bei niedrigster Hitze ruhen lassen bis zur Kerntemperatur von 52 Grad (Thermometer verwenden). Mein Tip: eine Zitrone halbiert mit auf den Grill legen - sie gibt anschliessend wesentlich mehr Saft ab.
Gaaanz wichtig: Teller vorwärmen nicht vergessen!

Kurz vor dem Servieren mit fleur de sel und Valle Maggia Pfeffer bestreuen, wer mag träufelt noch etwas Zitronensaft darüber. 


Wir haben dazu mal ausnahmsweise keinen Tessiner Wein, sondern einen Weisswein von der Domaine Ott getrunken, den uns unser Sohn von einem Südfrankreich-Urlaub mitgebracht hatte. Wir kannten bisher nur den Rosé, doch auch der Weisswein hat uns sehr gut gefallen. Danke, Yannick, die Flasche ist mittlerweile leer ;-)


Mittwoch, 10. August 2016

Die grandiose eifreie Mousse au Chocolat im Grotto Val d'Ambra, Personico

Grotto Val d'Ambra, 6744 Personico, Tel.Nr. 091 864 18 29
Ruhetag: Montag, Winterpause ab Ende September



Das Grotto Val d'Ambra von Nadine ist immer wieder einer unserer Lieblingsgenussplätze. Reservieren sollte man schon... auch wenn es im grossen, schattigen Garten viele Tische gibt, ist das Grotto sehr gut besucht. 



Vitello Tonnato - eines der besten, die ich hier im Tessin je gegessen habe... Der Signore und ich teilen uns eine Portion, weil wir unbedingt noch die köstlichen Tessiner Wurstwaren probieren möchten




Das Fleisch für die Wurstwaren stammt von eigenen Schweinen, die Nadine artgerecht hält und aufziehen lässt. Die fertigen Produkte werden anschliessend in den eigenen Felsenkellern nachgereift und aufbewahrt. Etwas ausführlicher kann man das hier in meinem früheren Bericht über das Grotto nachlesen "Dort wo die glücklichen Schweine wohnen" (klick hier) 





Dort lässt sie auch ihre Alpkäse und die Quarre di mucca nachreifen. Auch wenn wir schon längst satt sind (weil auch das knusprige Brot so wunderbar schmeckt und wir mal wieder viel zu viel davon essen), muss noch ein bisschen Käse sein. Sogar der Signore, der sonst eigentlich keinen Ziegenkäse mag, probiert begeistert von allem.




Nadine ist berühmt für ihre hausgemachte Torta di Pane (dafür hat sie sogar schon einmal einen Preis gewonnen). Auch das Eis ist hausgemacht sowie die beliebte Mousse au chocolat. Diesmal hat sie mir das Rezept hierfür verraten, das ich auch an euch weiter geben darf - unbedingt ausprobieren!



Zutaten: 

320 g 74 %ige Schokolade (Nadine Ambord nimmt Bio-Schokolade aus der Dom. Rep.)
7 dl flüssige Sahne (Vollrahm)
5 EL Abricotine (oder auch Williamine)

Zubereitung:

Die Schokolade fein hacken und mit 1 dl Sahne im Wasserbad unter Rühren schmelzen. Ein wenig abkühlen lassen und 5 EL Abricotine unterrühren.

Die übrigen 6 dl Sahne zu einer festen Schlagsahne aufschlagen, vorsichtig unter die abgekühlte Schokoladenmischung heben und vor dem Servieren für mind. 2 Std. kühl stellen.

Ecco! Das war es schon! Sooo einfach - sooo köstlich!

Montag, 8. August 2016

Ristorante Grotto alla Taverna, San Nazzaro

Ristorante Grotto alla Taverna, Via Taverna 35, 6575 San Nazzaro, 
Tel. 091 780 00 12
Ruhetag: Dienstag



Eine Taverne im Tessin? Nicht ganz stilecht, so dachte ich mir, als wir letztes Jahr diesen wunderbaren Genussplatz entdeckt haben. Nein, den Namen hat das Grotto übernommen in Anlehnung an den Strassennamen Via Taverna. Ansonsten kommt mir nichts griechisch vor, sondern sehr tessinerisch. Obwohl, ein kleiner Bezug zur griechischen Taverne sei dem Gastgeber gegönnt, denn die Insalata Greca schmeckt hier ganz köstlich.

Ansonsten gibt es hier viele regionale Spezialitäten und im Sommer an den Wochenenden auch Tessiner Musik, zu der viele Einheimische dann das Tanzbein schwingen bzw. zumindest lautstark mitsingen (wir sind da noch nicht so textsicher und müssen sicherlich öfter mal vorbeikommen zum Üben).

Also halten wir uns an die leiblichen Genüsse, für mich wie schon erwähnt die Insalata Greca und für den Signore Carpaccio di Pesce Spada affumicato



Im Sommer wird der grosse Pizzaofen, der draussen am Ende der Boccia-Bahn steht, angeheizt. Dann mag ich meine Lieblingspizza Tonno e Cipolle, wohlduftend, knusprig, jaaa, genau so muss sie sein!



Seit es hier die Weine unseres Tessiner Lieblingswinzers gibt, kommen wir noch lieber hier her. Hoffentlich sind sie nicht wieder ausgegangen, wenn wir das nächste Mal kommen.

Was ich unbedingt noch erwähnen muss ist der ganz besondere Service. Selbst im grössten Andrang und grössten Stress wird man hier mit einer von Herzen kommenden Freundlichkeit und Aufmerksamkeit bedient. Wieso weiss ich eigentlich noch immer nicht den Namen dieser freundlichen Signora? Ich muss da wieder hin!
Nachtrag 12.08.2016: Die freundliche Signora im Service heisst Mila - ich hab sie gefragt ;-)

Sonntag, 7. August 2016

Grottino Ticinese, Losone

Grottino Ticinese, Via San Matterno 10, 6616 Losone
Tel. 091 791 32 30
Ruhetag: Mittwoch



Wir kommen immer wieder gerne in dieses Grotto, das von dem sympathischen Paar Sandra und Claudio geführt wird. Hier findet man noch die traditionelle Tessiner Küche, die mit frischen regionalen Produkten zubereitet wird. Am liebsten komme ich her, wenn man draussen an den Granittischen sitzen kann.



Wie viel Wert auf die Qualität der verwendeten Produkte gelegt wird, merke ich immer wieder an der Tajada da salümeria nostrana - auf dem Holzbrett servierter Aufschnitt von lokalen Wurstwaren wie Lardo, Mortadella, Coppa, Trockenfleisch, Salami und Rohschinken. Dazu wird das herrlich knusprige Brot aus dem Valle Maggia serviert, von dem man immer zuviel isst ;-)


Der Signore geniesst eine seiner Lieblingsvorspeisen: Vitello Tonnato, dazu zwar nicht ganz stilecht, aber auch das muss er immer wieder hier haben: Cicorietta-Salat, hauchfein geschnitten, mit Zwiebelscheiben.


Ganz besonders gerne mag ich hier das cremige Steinpilzrisotto, das ich immer wieder mit ein paar Scheiben vom vorher aufgehobenen Vorspeisen-Lardo garniere. Das hatte mir vor vielen Jahren einmal Claudio empfohlen, als er beim Abräumen die übrig gebliebenen Scheiben lardo auf meinem Holzbrett entdeckt hatte und meinte, die würde dem Risotto erst das gewisse Etwas verleihen. Recht hat er!

Dessert geht selbst beim Signore nicht mehr, dabei hätte er unter solchen Köstlichkeiten wählen können wie Traubensorbet mit Grappa oder Vanilleeis mit Nocino begossen, hausgemachte Kuchen, Panna Cotta, gebrannte Creme, manchmal gibt es auch eine Art Schokoladenpudding, doch der Signore bleibt standhaft und wir schliessen unser köstliches Essen mit einem Espresso ab.

Vielen Dank für eure wohltuende Gastfreundschaft, liebe Sandra, lieber Claudio, wir kommen immer gerne wieder.


Samstag, 23. Juli 2016

Grotto Valmaggese, Avegno

Grotto Valmaggese, Via Cantonale, 6670 Avegno, Valle Maggia
Tel. 091 796 23 08




Während ich diesen Post schreibe sitze ich draussen an unserem Steintisch bei strahlendem Sonnenschein. Kaum zu glauben, dass es heute Mittag noch in Strömen regnete. Doch wir sassen gut vor dem Nassen geschützt unter der Markise im Grotto, das dieses Jahr den Besitzer gewechselt hatte.

Renzo Mattei, so heisst der neue Padrone dieses malerisch im Valle Maggia gelegenen Grottos, begrüsst uns herzlich wie alte Bekannte. Seit April führt er das frühere Grotto Al Sasso

Es gibt ein preiswertes Tagesmenu, das heute aus Melone mit Schinken und anschliessend Kaninchen mit Polenta besteht. Ich entdecke unter den Vorspeisen eines meiner Lieblingsgerichte: lauwarmer Tintenfischsalat mit Kartoffeln:


Grandios! So gut habe ich diese Insalata di polpo noch nieeee gegessen! Superzarter Tintenfisch, Kartoffelwürfel, gekonnt abgeschmeckt mit einer zitronigen Vinaigrette - ich bin begeistert (und muss da wieder hin, um das wieder zu essen).

Anschliessend für den signore brasato al Merlot, Rindsschmorbraten, butterzart in Rotwein gegart mit einer würzigen Sauce. Dazu wird normalerweise Polenta serviert. Die mag Gerhard nun gar nicht. Nach einer kleinen Diskussion gelingt es uns, den freundlichen Herrn im Service dazu zu überreden, uns doch statt der angebotenen Bratkartoffeln als Alternative Spaghetti zu servieren. Diese werden hier üblicherweise nicht als Beilage, sondern als Vorspeise mit salsa di pomodoro serviert, doch wenn nun mal Gerhard Pasta (lieber wären ihm zwar statt Spaghetti Tagliatelle gewesen, aber die gab es nun mal nicht) zum Brasato mag - auch wenn da eventuell die italienische Seele des Kochs weinen mag - besser der Koch weint, als mein signore ...

Dafür wähle ich dann ganz unkompliziert und ohne Extra-Wünsche einen Grillteller, bestehend aus perfekt gegartem Fleisch und Luganighetta


serviert mit Rosmarin-Kartoffeln und etwas Gemüse.

Wir haben vom Weingut Settemaggio den Cana 2015 getrunken, 50 % Merlot, weiss vinifiziert, und 50 % pilzresistente nicht spezifizierte weisse Trauben. Diese benötigen durch ihre Pilzwiderstandsfähigkeit praktisch keine Pflanzenschutzmassnahmen. Das ermöglicht es dem Weingut nach den Richtlinien der integrierten Produktion zu arbeiten.

Der Signore gönnt sich zum Abschluss noch ein Sorbet aus Mango, Limone und Erdbeere, ich bin mit Espresso und Grappa zufrieden und beschliesse, bald wieder hier her zu kommen.

Samstag, 18. Juni 2016

Neuentdeckung: Locanda Fior di Campo, Campo

Locanda Fior di Campo, Case Pedrazzini 1, 6684 Campo (oberes Vallemaggia)
Tel. 091 754 15 11


Wir haben mal wieder einen Ausflug in eines der schönen Tessiner Täler unternommen. Das Valle Maggia mag ich besonders gerne. Obwohl wir bereits seit über 30 Jahren ins Tessin reisen, war uns dieses Seitental jedoch noch unbekannt. 


Es geht zunächst in Richtung Bosco Gurin, danach zweigt die Strasse hinter Cevio ab ins Valle di Campo 

Die wunderschöne Lage im Val Rovana, die Ruhe und Abgeschiedenheit, sowie die bodenständige Lebensweise soll Ruhesuchenden besser erschlossen werden. Damit dies realisiert werden kann, hat Vincenzo Pedrazzini das von der Schliessung bedrohte Albergo/Ristorante übernommen. Diese traditionsreiche Herberge hat über Jahrzehnte den gesellschaftlichen Mittelpunkt der Gemeinde Campo dargestellt. 

Mit der Locanda Fior di Campo soll nicht nur ein Hotel und ein Restaurant geführt werden. Es geht ebenfalls darum, das Gebiet touristisch zu fördern und den noch verbleibenden Einwohnern und Ruhesuchenden eine Infrastruktur zu bieten. Dabei legt Signor Pedrazzini grossen Wert auf Traditionen. Die Geschichte dieser einzigartigen Berggemeinde ist beeindruckend. Viele Zeitzeugen sind auch heute noch zu bewundern. Doch auch kulinarisch hat die Gegend viel zu bieten. Das Restaurant soll mit lokalen, traditionellen Gerichten überzeugen.

Mich überzeugt zunächst einmal das geschmackvoll gestaltete Interior, alpin-modern trifft es wohl am ehesten. Der Hausherr selbst ist zwar leider nicht anwesend, wird aber würdig vertreten durch Renate im Service. Sie ist überaus freundlich und herzlich, umsorgt uns aufmerksam und versucht uns zwischendurch immer wieder, die besondere Geschichte des Fior di Campo näher zu bringen. 
Wir wählen gemischten Salat bzw. Spargelcremesuppe als Vorspeise. Anschliessend gibt es für mich ofengebratenes Hühnchen mit frischen Kräutern und Gemüsen

und für den Signore Zicklein aus dem Val Ravona, im Ofen gebraten, dazu auf seinen besonderen Wunsch Tagliatelle

Auch die Weinkarte ist beeindruckend. Viele Weine werden offen ausgeschenkt. Die Weine des Winzers Robin Garzoli aus dem Valle Maggia sind offen in weiss, rot und rosé vertreten, wobei mich der weisse diesmal nicht begeistert.

Dies ist mal wieder einer der Genussorte, von denen ich einfach nur sagen kann:
Ich muss da wieder hin! (auch wenn die Anfahrt von Locarno aus ca. 1 Stunde dauert)

Freitag, 17. Juni 2016

Ristorante La Brasera, San Vittore - die Sonne geht auf

Ristorante La Brasera, Via Mataldin 1, 6534 San Vittore
Tel. 091 82 74 777
Samstagmittag und Montag ganztags geschlossen

Wir fahren bei strömenden Regen von zu Hause los. Unsere Hoffnungen auf ein bisschen besseres Wetter erfüllen sich leider nicht, denn auch bei der Ausfahrt aus dem Gotthard-Tunnel empfängt uns... Regen, was sonst?

Wir verlassen bei Bellinzona-Nord die Autobahn und fahren Richtung San Bernardino. Unser Weg führt uns nach San Vittore (gerade mal 12 min von der Autobahnausfahrt entfernt und somit auch eine lohnende, nicht allzu weit entfernte Anreise-Adresse für uns). 

Und nun geht endlich die Sonne auf: Wir werden so freundlich und herzlich vom padrone Luigi Maiolo begrüsst, dass wir uns bereits jetzt willkommen fühlen. 



Als er die grosse Schiefertafel mit den Tages-Empfehlungen anschleppt, hat er mein Herz erobert.

Er serviert hausgebackene kleine Brötchen, mit Sepia-Tinte, mit Weisswein, mit Oliven, dazu Grissini



Dazu wunderbar aromatisches Olivenöl. "Von meiner Mama aus Kalabrien" erläutert er uns und legt dabei lächelnd seine Hand aufs Herz. Spätestens jetzt bin ich ihm endgültig verfallen.




Als Gruss aus der Küche gibt es Zucchini-Süppchen, kleine Räucherschinkenrolle mit Orange und lauwarmer Algensalat

Da uns die Wahl unter all diesen Köstlichkeiten schwer fällt, teilen sich der Signore und ich:

grünen Spargel mit Scamorza gratiniert, in der Mitte ein "Überraschungsei", das aus einem frittierten Ei besteht





Schwertfisch-Carpaccio auf einem Salat-Bett



Rohschinken aus dem Misox, serviert mit einem lauwarmen Kuhmilchkäse aus dem Muggio-Tal



Doraden-Filets mit Zitrusfrüchte-Aroma, bei Niedertemperatur gegart



mit kleinen Gemüsen und einem Püree aus violetten Karotten garniert.

Als Weinbegleitung gibt es für diesmal keinen Tessiner Weisswein, sondern diesen Lugana vom Lago di Garda:



Fazit: Eine wunderbare Kombination aus Herzlichkeit, einem freundlich aufmerksamen Service und einer köstlichen Küche - ist doch klar, dass ich da wieder hin muss!